Oberstufenschulgemeinde Oberbüren - Niederwil - Niederbüren

Ein Kandidat für vakantes Amt

Das Präsidium der Oberstufenschulgemeinde Oberbüren-Niederwil-Niederbüren muss neu besetzt werden. Das Amt wurde per Inserat ausgeschrieben. Mehrere Interessenten haben sich gemeldet – ein Oberbürer stellt sich zur Verfügung. 

Im vergangenen Sommer hatte Edwin Stäger (CVP) seinen Rücktritt als Präsident des Oberstufenschulrats Oberbüren- Niederwil-Niederbüren bekanntgegeben. Stäger, der das Amt während sechs Jahren innehatte, nannte berufliche Gründe für seine Demission. Die Suche der einzelnen Parteien – CVP, SVP, FDP und Pro Oberbüren – verlief erfolglos, deshalb wurde eine überparteiliche Findungskommission ins Leben gerufen, deren Leitung Bruno Dudli von der SVP übernommen hat. In den Mitteilungsblättern der Gemeinden Oberbüren und Niederbüren sowie per Inserat in den lokalen Medien wurde nach einem geeigneten Nachfolger gesucht – erfolgreich.

Ein ernsthafter Interessent
Die Findungskommission legte die Frist für die Einreichung der Unterlagen auf den 16. Dezember 2011 fest. Noch bis Dienstag 3.1.2012 konnten Wahlvorschläge beim Sekretariat des Oberstufenzentrums eingereicht werden. «Es haben sich mehrere Interessenten gemeldet », sagt Bruno Dudli, «Marco Frauchiger war letztlich der einzige ernsthafte Kandidat.» Der parteilose Frauchiger aus Oberbüren stellt sich nun als Kandidat zur Verfügung. Inder Region ist er kein Unbekannter, ist er doch seit Frühjahr 2009 Rektor des Berufs und Weiterbildungszentrums Uzwil- Flawil. Der 36-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von sechs und vier Jahren.

Zeitaufwand definiert
Marco Frauchiger hat sich eine Bewerbung reiflich überlegt und sich erst bei der zweiten Ausschreibung im Mitteilungsblatt gemeldet. Da er eigentlich schon länger mit dem Gedanken gespielt habe, ein öffentliches Amt anzunehmen, habe er sich dann einen Ruck gegeben. Beim bisherigen Amtsinhaber hat er sich eingehend vor allem über den zeitlichen Aufwand informiert, da dieser nicht zu unterschätzen ist. «Zeitlich ist es für mich machbar», sagt Marco Frauchiger heute. Es sei ihm zugesichert worden, dass das Amt einem Zehn-Prozent- Pensum gleichkomme. Als weiteren Vorteil erachtet er die Tatsache, dass er sich als Rektor in der Branche auskenne. Trotzdem sagt er: «Ich habe einen gesunden Respekt vor dem Amt.»

Einblick in Oberstufenschule
Das Einverständnis für die Kandidatur braucht Marco Frauchiger noch von seinem Chef Stefan Kölliker, dem Vorsteher des Bildungsdepartements des Kantons. Frauchiger glaubt allerdings nicht, dass er einen abschlägigen Entscheid von Kölliker bekommen werde, da der Bildungschef daran interessiert sei, dass das Präsidium der Oberstufenschulgemeinde wieder besetzt sein werde. Er ist sich jedoch auch der Tatsache bewusst, dass er mit der Wahl als Präsident der Oberstufenschulgemeinde ein Doppelmandat eingehen wird. Darüber habe er sich eingehend Gedanken gemacht, erklärt er. Letztlich kam er zur Erkenntnis, dass dies möglich sein wird. Als Motivation für seine Kandidatur nennt Marco Frauchiger den Umstand, dass er in diesem Amt Einblick in eine Oberstufenschule erhalte, in jene Schule, deren Abgänger später allenfalls im Berufs- und Weiterbildungszentrums Uzwil-Flawil beschult werden. Die Ersatzwahl ist terminiert. Sie findet am 11. März statt. Frauchiger könnte an diesem Termin für den Rest der Amtsdauer, bis Ende Dezember, gewählt werden.

Quelle: Wiler Zeitung 4.1.2012