Oberstufenschulgemeinde Oberbüren - Niederwil - Niederbüren

Kultur zwischen Autobahn und Thur
 

 

 

Am 13. November lädt die Vereinigung «KulThur Oberbüren» zur ersten Veranstaltung

Oberbüren. «Kultur» in der eigenen Gemeinde haben, für Kabarett, Lesungen, Konzerte oder Theater nicht nach St.Gallen oder Wil gehen müssen - das ist die Idee von «KulThur Oberbüren».

Zita Meienhofer

«In Oberbüren ist das Interesse für den Besuch von kulturellen Anlässen vorhanden». Das stellten Edwin Kuhn und Albert Zwick während des Besuchs eines klassischen Konzerts in der Kapelle des Klosters St.Gallenberg Glattburg fest. Gleichzeitig beschlossen die beiden Herren, dass Veranstaltungen dieser Art durchaus vermehrt in Oberbüren stattfinden dürften. Noch an diesem Abend im Mai 2004 war die Idee zur Gründung von «KulThur Oberbüren» geboren. Bis zur Realisation vergingen allerdings mehrere Monate. «Wir haben noch auf die Pension von Edwin Kuhn gewartet», scherzt Albert Zwick, der ehemalige Oberbürer Posthalter, der bereits seit vier Jahren im Ruhestand ist.

Vereine nicht konkurrenzieren
«KulThur Oberbüren» hat sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Anlässe mit gesellschaftlich-kultrellem Hintergrund für jedermann zu organisieren. «Kultur», die in der Gemeinde Oberbüren noch nicht konsumiert werden kann, wie Kabarett, klassische Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Filme. «Wir wollen dafür nicht immer nach St.Gallen oder Wil gehen müssen», sagt Edwin Kuhn. «KulThur Oberbüren» konkurrenziert mit ihrem Angebot nicht die Anlässe der örtlichen Vereine oder Organisationen, sondern sieht sich als Ergänzung - sie deckt den weissen Fleck auf der «Kulturkarte» Gemeinde. Auch der wieder ins Leben gerufenen Kulturkommission der Politischen Gemeinde kommt die Vereinigung nicht in die Quere, diese Kommission ist nämlich primär für die Koordination der Bundesfeier, der Jungbürgerfeier und der Neuzuzügerbegrüssung verantwortlich.

Erster Anlass organisiert
Edwin Kuhn und Albert Zwick konnten und wollten ihre Idee nicht alleine weiterverfolgen und suchten nach Gleichgesinnten. Diese fanden sie in Hildegard Brühwiler und ihrem Bruder Raphael sowie in Othmar Senn - der sich ohne Bedenkzeit für «KulThur Oberbüren» begeistern liess. Während sich Kuhn und Zwick vorwiegend als Kulturkonsumenten bezeichnen, gelten Hildegard und Raphael Brühwiler wie auch Othmar Senn als Kulturproduzenten. Die Geschwister Brühwiler sind musikalisch begabt und spielen in verschiedenen Formationen, Othmar Senn ist im künstlerischen Bereich tätig. Im Fünfer-Gremium wurde an «KulThur Oberbüren» weitergearbeitet. Ebenfalls gelangten die Oberbürer an Kultur-Veranstalter aus der Region, um um Rat zu fragen. Viele Anregungen erhielten sie von den Verantwortlichen des «Leierchaschte» in Oberuzwil sowie vom Konzertzyklus in Uzwil. Wo sie angeklopft haben, seien sie auf ein positives Echo gestossen, sagt Edwin Kuhn erfreut. Nun steht fest, dass während des Winterhalbjahres im Lichthof des Oberstufenzentrums in Oberbüren «Kultur» angeboten wird, und zwar jeweils am Sonntagabend um fünf Uhr. Der erste Anlass ist bereits terminiert. Für den 13. November wurden «Teatro del Chiodo mit Thomas & Lorenzo» mit ihrem Programm «Smoking Chopin» verpflichtet. Ist das Echo positiv, werden im Februar, März oder April weitere Veranstaltungen organisiert werden. Und, falls «KulThur Oberbüren» richtig Fuss fassen wird, wird die Planung der Saison 2006/07 angegangen.

Gründung eines Vereins
Noch ist «KulThur Oberbüren» eine lose Gruppierung. In den kommenden Monaten soll daraus ein Verein entstehen. Das sind jedenfalls die Hoffnungen der Initianten. Finanziert werden die ersten beiden Veranstaltungen durch Beiträge von Sponsoren. Kuhn hofft jedoch, dass die künftigen Ausgaben durch die Mitgliederbeiträge sowie durch Spenden von Gönnern gedeckt werden können. Zudem hat Edwin Kuhn den Gemeinderat über das Vorhaben informiert. «KulThur Oberbüren» erhofft sich nämlich eine finanzielle Unterstützung von der Gemeinde.

Künstler aus der Region
Mit «Teatro del Chiodo mit Thomas & Lorenzo» wurden bekannte Künstler nach Oberbüren geholt. Gemäss Othmar Senn möchte «KulThur Oberbüren» jedoch den Gedanken «aus der Region für die Region» in die Programmgestaltung einfliessen lassen. Es sollen somit Künstlerinnen und Künstler aus der Region in Oberbüren eine Plattform finden. Noch ist es eine Vision, vielleicht aber bald Realität.